Am Samstag, den 21. April, fand in Hopsten – anlässlich des Brandanschlags eine Woche zuvor – eine Mahnwache unter dem Motto „Keine Verharmlosung rassistischer Gewalt – Solidarität mit den Betroffenen!“ statt. Ab 13 Uhr versammelten sich hierzu knapp 40 Personen am Marktplatz in Hopsten. Mit Transparenten wie „Solidarisch gegen Rassismus“ und „Gegen Verharmlosung rassistischer Gewalt“ machten die Teilnehmer*innen auf ihr Anliegen aufmerksam.
Ziel der Mahnwache sollte es zum einen sein, einer solidarischen Haltung mit den Betroffenen des Brandanschlags Ausdruck zu verleihen. Am Abend des 13. April warfen Jugendliche und junge Erwachsene aus Hopsten einen Brandsatz auf den Balkon eines Wohnhauses in der Kettlerstraße. Dem beherzten Eingreifen eines Zeugen ist zu verdanken, dass keine Personen körperlich verletzt wurden. Die Täter hingegen verließen unmittelbar nach dem Wurf des Brandsatzes den Tatort und gefährdeten somit unmittelbar das Leben aller im Haus befindlichen Personen. Die Polizei konnte noch am selben Wochenende Tatverdächtige aus Hopsten festnehmen, welche bei Vernehmungen die Tat bereits eingeräumt haben.
Die im November bekannt gewordene Terrorserie deutscher Neonazis, die fast 13 Jahre lang ungehindert mordend durch die BRD ziehen konnten, hat auf erschreckende Weise deutlich gemacht, was die Sicherheitsbehörden seit Jahren beharrlich verneinen: Es gibt Rechtsterrorismus in Deutschland! Und auch der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) bestand mitnichten aus so genannten Einzeltätern, er wurde aus den bestehenden Neonazi-Netzwerken unterstützt, und auch führende NPD-AktivistInnen gehörten zu den HelferInnen der Terrorzelle. Mindestens zehn Menschen wurden durch die Neonazis ermordet. Aktuell überprüfen die ErmittlerInnen auch den Mordversuch an einem Duisburger Gastwirt im Jahr 2003 auf Verbindungen zur NSU.