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Solikonzert für die Antifas aus Dresden / Mobiveranstaltung

veröffentlich am Dienstag, 03. Januar 2012

Am 14. Januar 2012 veranstaltet die Autonome Antifa Rheine in Kooperation mit der Konzertgruppe ND 12 in der Baracke-Münster ein Solihardcorekonzert für die von Repression betroffenen Antifaschist_innen aus Dresden.

Es spielen:

burial (japanstyle – hardcore)
nightslug (soundtrack zum untergang)
curbbite (hardcoregranate)

Ort: Baracke Münster, Scharnhorster Str. 100 / Einlass: 19 Uhr / Kosten: 5 €

Worum geht es überhaupt ?

Im Zuge der erfolgreichen Proteste gegen den Naziaufmarsch in Dresden 2011, zu denen auch das Antifabündnis “No Pasaran NRW” mit aufrief, wurde von Seiten der Dresdener Staatsanwaltschaft und der Polizei gezeigt was der Freistaat Sachsen von Zivilcourage hält: nämlich nichts. Noch am sel­ben Tag wurde das „Haus der Be­geg­nung“ in Dres­den von Son­der­ein­satz­kom­man­dos der Polizei über­fal­len. Türen wur­den auf­ge­bro­chen, Büros durch­wühlt und Ak­ti­vis­t_in­nen in Ge­wahr­sam ge­nom­men. Ein An­walts­bü­ro wurde ohne rich­ter­li­chen Be­schluss durch­sucht. Mitt­ler­wei­le wurde die Durch­su­chung vom Amts­ge­richt Dres­den für rechts­wid­rig er­klärt. Doch so­wohl die­ses Ur­teil als auch die mas­si­ve Kri­tik an der ver­fas­sungs­wid­ri­gen Funk­zel­len­ab­fra­ge von hun­dert­tau­sen­den Te­le­fon­ge­sprä­chen am 19.0​2.​2010 in Dres­den stell­te und stellt für die Dres­dener Staats­an­walt­schaft kei­nen Grund dar, vor Ein­schüch­te­run­gen und Re­pres­si­on ge­gen­über An­ti­fa­schis­t_in­nen halt zu ma­chen.

Im Ge­gen­teil: So kam es kurz nach der Blo­cka­de des Na­zi­auf­mar­sches zu Dut­zen­den Haus­durch­su­chun­gen bei Ak­ti­vis­t_in­nen der In­itia­ti­ve „Na­zi­frei – Dres­den stellt sich quer!“. Grund­la­ge der Re­pres­si­ons­schlä­ge ist die Ein­lei­tung von §129 – Ver­fah­ren (Bil­dung einer kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung). Der Pa­ra­graph §129 er­mög­licht Staats­an­walt­schaft und Po­li­zei eine sys­te­ma­ti­sche Über­wa­chung der Be­trof­fe­nen. Ab­hör­ak­tio­nen, Ob­ser­va­tio­nen und stän­di­ge Vor­la­dun­gen sind an der Ta­ges­ord­nung. Pro­zen­tu­al wer­den über 95 % der po­li­ti­schen 129-​Ver­fah­ren ein­ge­stellt. Der §129 dient also haupt­säch­lich dem Zweck po­li­ti­sche Zu­sam­men­hän­ge aus­zu­for­schen, ein­zu­schüch­tern und zu spal­ten. Für weitere Informationen hier “klicken”

Deshalb benötigen unsere Freundinnen und Freunde aus Dresden unsere Unterstützung und unsere Solidarität! Wir lassen euch nicht allein! Jeder Gewinn an dem Konzert geht direkt nach Dresden!

Falls ihr selber spenden wollt:

Rote Hilfe Dresden
Konto: 609760434
BLZ 36010043, Postbank Essen
Stichwort: Verfahren 129

Vor dem Konzert gibt es eine Mobilisierungsveranstaltung gegen den Naziaufmarsch am 18. Februar 2012. Dort könnt ihr auch Karten für die Busfahrt nach Dresden kaufen. Deswegen pünktlich um 19 Uhr da sein!

Wir fahren auch 2012 gemeinsam nach Dresden um den Naziaufmarsch zu stören, sabotieren und anzugreifen! Wir lassen uns nicht kriminalisieren! Jetzt erst recht – auf nach Dresden!

Update:

Karten für die gemeinsame Fahrt am 18.2. nach Dresden gibt es:

Die Karten werden ca. 25 – 30 Euro kosten. Die Plätze sind begrenzt! Außerdem werden wir bei den genannten Veranstaltungen einen Soli-Jutebeutel (Motiv: No Pasaran!) mit kleinen Gimmicks für 5 Euro verkaufen. Der Gewinn wird natürlich an die Antifas aus Dresden gespendet.

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NPD-Landeszentrale fiel Kemna zum Opfer

veröffentlich am Dienstag, 29. November 2011

Die Konsequenzen aus der Veruntreuung von NPD-Geldern durch den Ex-NPD-Bundesschatzmeister Erwin Kemna aus Westfalen sind für die NPD noch immer nicht ausgestanden. Neben den verschwundenen NPD-Geldern, die in den Küchen Kemnas ehemaligen Küchenstudios in Lengerich gut investiert sind, hat der Ex-Schatzmeister auch mit seiner Firma KEL Grundbesitzverwaltung GmbH der NPD Immobilien zur Verfügung gestellt, die nun im wahrsten Sinne des Wortes unter dem Hammer gerieten.
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Rassistischer Mordversuch in Ahlen (WAF)

veröffentlich am Montag, 21. November 2011

In Ahlen kam es am gestrigen Sonntagabend zu einem rassistischen Mordversuch. Ein 46-jähriger Deutscher, der offensichtlich nicht in das Weltbild der Angreifer passte, wurde zunächst unter anderem als “Türkensau” beschimpft und im Anschluß hieran mit einem Messer attackiert. Der Angegriffene erlitt hierbei neben Prellungen auch zwei Messerstiche in den Bauch.

Nach dem Angriff schaffte es der 46-jährige noch bis zur Polizeiwache von wo aus er stationär in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Polizei Münster hat gemeinsam mit der Mordkommission die Ermittlungen zu dem rassistischem Morderversuch aufgenommen.
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Wir wollen nicht isoliert im Lager in Hesepe/Bramsche leben!

veröffentlich am Freitag, 14. Oktober 2011

Wir wollen in Freiheit und Würde leben!
Wir wollen nicht isoliert im Lager in Hesepe leben!
22. September 2011

Delegationsbericht
der KARAWANE vom September 2011

Welcome to Germany
Empfang der Karawane 2007 Tour vor dem Lager Bramsche

Wir wenden uns an euch, weil wir die uns aufgezwungenen Lebensbedingungen nicht mehr ertragen. Wir sind Flüchtlinge aus dem Lager Hesepe bei Bramsche. Das Flüchtlingslager in Hesepe liegt im Land Niedersachsen 24 Kilometer entfernt von Osnabrück und 4 km von Hesepe. Die Fahrt nach Osnabrück kostet einfach 5,40 Euro. Das Lager kann bis zu 700 Flüchtlinge aufnehmen.

Das von Stacheldraht umzäunte und vom Sicherheitspersonal bewachte Gelände des Lagers war früher eine Militärkaserne. Auf diesem Gelände leben wir in unterschiedlichen Häusern teilweise mit 6 Personen gemeinsam in einem Zimmer. Das Land Niedersachsen hat mit dem Lager ein totales Isolationssystem aufgebaut. Die Ausländerbehörde, das Sozialamt, eine Krankenstation, ein Kindergarten, Schule für unsere Kinder bis zum Alter von 12, eine zentrale Kantine befinden sich alle im Lager selbst. Wir haben sogar Lagerausweise, die die Lagerverwaltung Bewohnerausweis nennt. Weiterlesen …

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Trauriges Jubiläum – 20 Jahre Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Münster

veröffentlich am Sonntag, 25. September 2011

Greift ein!

Greift ein!

In der Nacht vom 24. auf den 25. September sprangen zwei junge Männer aus der Asylbewerber*innen-Unterkunft am Yorkring 12 Meter in die Tiefe. Sie hatten zuvor Matratzen aus dem Fenster geworfen, diese aber beim Sprung anscheinend verfehlt – einer erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen. Grund für diese panische Aktion war ein ausgebrochenes Feuer. Entbrannt durch das Anzünden leicht entflammbarer Gardinen und Decken.

Motive

Sowohl die Bewohner*innen, als auch die Stadtöffentlichkeit gingen direkt von einem rassistischen bzw. neonazistischen Hintergrund der Täter*innen aus. Drei Wochen später verkündete die Polizei, den vermuteten Einzeltäter zwar immer noch nicht gefasst zu haben, aber rassistische Motive mittlerweile ausschließen zu können. Ein Streit um Drogen (der Wunsch nach Drogen soll dem Täter in der Unterkunft verweigert worden sein) sei der Auslöser für die Brandstiftung gewesen. Dass Brandstiftungen keine gängigen Mittel zur Konfliktlösung bei Drogenstreits waren und allein die Tatsache, dass eine Flüchtlingsunterkunft das Ziel war, sollten jedoch ausreichen um rassistisches Gedankengut beim Täter zu vermuten, auch ohne ihn befragt zu haben.

Reaktionen in der Stadt

Anders als einige Tage zuvor in Hoyerswerda fand der Anschlag keine breite Zustimmung in der Bevölkerung. Tagelange Belagerungszenarien und Pogrome gegen Flüchtlingsunterkünfte sind in der vermeintlich weltoffenen Stadt Münster nicht vorstellbar – weder damals noch heute. Eilig wurde vom Rat noch am 25.09. eine „Resolution gegen Haß und Gewalt“ (MZ vom 26.09.1991) verabschiedet. Sowohl am Tag der Brandstiftung, als auch am darauf folgenden Wochenende fanden Mahnwachen und Solidaritätskundgebungen gegen „Ausländerfeindlichkeit“ statt. Im Gegensatz zu manch anderer Stadt war der Anschlag immerhin in den Medien Thema und das Problem wurde nicht komplett geleugnet um das Image zu erhalten. Weiterlesen …

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Lotta #44: Opferperspektiven – Rechte Gewalt und deren Opfer

veröffentlich am Samstag, 30. Juli 2011

Cover Lotta 44Aus dem Editorial: In der Auseinandersetzung mit der extremen Rechten stehen meist die TäterInnen, deren Gewalttaten und die diese Taten legitimierende Ideologie im Mittelpunkt. Das ist zwar nicht falsch, aber auch nicht ausreichend, da die Perspektive der/für die Opfer oftmals fehlt. In den östlichen Bundesländern existieren seit über zehn Jahren spezielle Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt. Sie bieten den Betroffenen rechter Gewalt direkte Unterstützung bei der Verarbeitung der Gewalttat unter der Prämisse der Parteilichkeit und der Achtung der Autonomie des Opfers. Und sie treten in der Öffentlichkeit für eine Solidarisierung mit Opfern rechter Gewalt ein und begeben sich an der Seite der Betroffenen in Aushandlungsprozesse mit den Sicherheitsbehörden, der Politik und Zivilgesellschaft.

Doch wieso gibt es bisher eigentlich nichts Vergleichbares in den westlichen Bundesländern, auch nicht in den LOTTA-Ländern NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen? Gibt es hier etwa keine rechte Gewalt und damit auch keine Opfer rechter Gewalt?

Im Schwerpunkt dieser LOTTA-Ausgabe zeigen wir die Dimensionen rechter Gewalt sowie die Unterstützungsmöglichkeiten für die Opfer dieser Gewalt auf. Bei der Erstellung des Schwerpunktes möchten wir uns insbesondere bei Heike Kleffner und dem Dortmunder Antifa-Bündnis (DAB) bedanken. Ebenso bedanken möchten wir uns bei allen anderen, die etwas zu dieser Ausgabe beigetragen haben: bei den AutorInnen, InterviewpartnerInnen, FotografInnen, LayouterInnen, InformantInnen, ArchivarInnen, DiskussionspartnerInnen, den Kaffeekooperativen in Chiapas, Café Libertad und einigen mehr.

Beziehen könnt ihr die Lotta in gut sortierten Infoläden oder direkt bei der Lotta.

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