Am Abend des 23. Februar 2007 fand im so genannten “NPD-Zentrum” am Harderberg in Georgsmarienhütte eine Veranstaltung der extrem rechten Partei zu dem Themengebiet “Frauen in der Bewegung” statt. Zu der Veranstaltung erschienen Nazis aus dem gesamten Nordwestdeutschen Raum unter anderem aus Hannover, Celle, Cloppenburg, Vechta und dem Emsland. Des weiteren beteiligten sich ebenso AktivistInnen der NPD aus dem angrenzenden Nordrhein-Westfalen. Diese Veranstaltung belegt wieder einmal sehr deutlich die Bedeutung des “NPD-Zentrums” als Kristallisationspunkt der extremen Rechten in der Region und zeigt zudem die landesweite Relevanz des Zentrums für die gesamte rechtsextreme Szene.
Auch wenn es häufig den Anschein hat, dass das “NPD-Zentrum” lediglich verweist am Harderberg liegt, so trügt dieser Schein. Das Zentrum hat für die extreme Rechte eine entscheidende Funktion. Neben der dauerhaften Möglichkeit sich zu treffen und dort Veranstaltungen durchzuführen, bietet das “NPD-Zentrum” die Möglichkeit als Anlaufpunkt für “Rekrutierungswillige” zu fungieren. Somit können die Nazis nicht nur jederzeit Veranstaltungen mit über 50 TeilnehmerInnen durchführen, sie haben auch die Gelegenheit in aller Ruhe ihre Strukturen auszubauen. Gerade diese Strukturentwicklung der Nazis hat Auswirkungen auf die Region und macht sich durch deren zunehmende Handlungsfähigkeit bemerkbar. In der jüngsten Vergangenheit konnte beobachtet werden, dass sich die lokale Szene deutlich stärker in den bundesweiten Strukturen der extremen Rechten etabliert. Dieser Umstand wird einerseits daran deutlich, dass Angehörige der Osnabrücker NPD in den bundesweiten Ordnerdienst der NPD aufgestiegen sind, andererseits daran, dass sich die lokale NPD mit einem Aufmarsch am 1. Mai in Vechta profilieren möchte. Diese Gegebenheiten in Verbindung mit der Veranstaltung vom 23.02.07 sind deutliche Indizien für ein Erstarken der extremen Rechten in der Region.
Dieses Erstarken gilt es gerade jetzt entschieden zu verhindern, bevor die Nazis ihren Handlungsspielraum weiter ausdehnen. Schon seit Jahren weisen verschiedenste antifaschistische Gruppen auf diese Entwicklung hin und engagieren sich, um einen Widerstand gegen das “NPD-Zentrum” am Harderberg zu organisieren. Dieser Widerstand ist enorm wichtig, um den Nazis das Zentrum als Basis ihrer Handlungsfähigkeit, zu entziehen. Denn für Antisemitismus, Faschismus, Rassismus und Sexismus darf es keinen Raum geben.
Nazis ihre Räume nehmen, in Georgsmarienhütte und überall!!!
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