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Gedenkdemo für Thomas “Schmuddel” Schulz

veröffentlich am Mittwoch, 28. März 2007

Vor zwei Jahren wurde der antifaschistische Punk Thomas “Schmuddel” Schulz mitten in der Dortmunder Innenstadt von einem Neonazi ermordet. Er starb, weil er den Mut hatte, etwas gegen Nazis zu sagen.

Im Gedenken an den ermordeten Schmuddel wird es nächsten Samstag eine Demonstration geben. Dabei soll auch lautstark und eindringlich darauf hingewiesen werden, dass es in Dortmund ein massives Problem mit Neonazis gibt.

Demo: 31.03.2007 / 13:00 h / Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)
Abfahrtstreffen MS
Hbf (Haupteingang), 11:15 Uhr

weitere Infos gibt es hier:
no-nazis.de

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HINWEIS:

Mitglieder extrem rechter Parteien oder Organisationen, sowie Personen, die der rechten Szene angehören oder mit ihr sympathisieren oder in der Vergangenheit durch rassistische Wortbeiträge aufgefallen sind und Veranstaltungen gestört haben, sind von der Teilnahme an den Veranstaltungen ausgeschlossen. Dies gilt auch für Mitglieder farbentragender Studentenverbindungen. Die VeranstalterInnen behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

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Ergänzungen

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  1. Gedenkdemo für Schmuddel
    Am Samstag, dem 31.03. haben in Dortmund etwa 1000 AntifaschistInnen anlässlich des sich zum 2 mal jährenden Mordes an Thomas S. (Schmuddel) durch den Neonazi Sven Kali (am 28.03) demonstriert. Des weiteren wurden aktuelle Probleme mit Neonazis, sowie rechte Ideologien in der Mitte der Gesellschaft thematisiert. In der Nähe des “Donnerschlag”, einem Laden und Treffpunkt des Kameradschaftsspektrums fand eine Zwischenkundgebung statt. Die Demonstration verlief friedlich, dennoch kam es am Rande zu einzelnen Ingewahrsam nahmen durch die Polizei, welche mit einem erstaunlich hohem Aufgebot anwesend war.

    Am 1. Mai planen die Neonazis einen bundesweiten Aufmarsch in Dortmund.

    Um 13:00 Uhr sammelten sich die DemonstrantInnen am Bahnhofsvorplatz. Von hier aus ging es zur Kamp-Straße, wo vor 3 Jahren der Punk und Antifaschist Thomas S. von einem Neonazi-Mitläufer durch 5 Messerstiche ermordet wurde, nach dem das Opfer Zivilcourage zeigte, und einen Hitler-Gruß, und rechte Parolen des Täters nicht unkommentiert lassen wollte. Unterwegs kam es zu einigen Polizeischikanen, und die Demo wurde immer wieder aufgehalten. In einem Redebeitrag wurde die Entpolitisierung der Tat durch das Gerichtsurteil, nach dem Kali wegen Totschlages verurteilt wurde, und das Geschehen auf übliche Auseinandersetzungen zwischen “rivalisierenden Jugendbanden” zurückgeführt wurde verurteilt. Die Tatsachen, dass sich der Täter in einschlägigen Neonazikreisen bewegte, und sich die örtliche Neonaziszene durch Plakate mit der Aufschrift “Wer der Bewegung im Weg steht, muss mit den Konsequenzen leben” zu diesem bekannte, spielten für diese Einschätzung des Gerichtes keine Rolle.
    Außerdem wurde an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich die Forderung nach einer möglichst schnellen Errichtung einer Gedenktafel für Schmuddel am Tatort gestellt.
    Die Demonstration lief weiter durch die Innenstadt, wo über den Lauti immer wieder auf den Anlass der Demo aufmerksam gemacht wurde, und PassantInnen aufgefordert wurden sich in der Antifa zu organisieren.
    Bei einer Zwischenkundgebung wurde auf einen Mord an einem Kongolesen durch die Polizei aufmerksamgemacht, und es wurde zu einer Gedenk-Kundgebung zum Todestag aufgerufen.
    Anschließend stoppte die Demo am ehemaligen Standort der Dortmunder Synagoge, wo in einer Rede der Opfer des nationalsozialistischen Terrors gedacht, und eine konsequente Bekämpfung des antisemitischen Wahns eingefordert wurde.
    Der Neonaziladen “Donnerschlaf” war weiträumig mit Hamburger Gittern, zahlreichen, tlw. behelmten Polizisten, sowie Hunde- und Pferdestaffeln abgesperrt. Auf Rufweite fand eine Zwischenkundgebung statt, wo die AntifaschistInnen den Neonazis deutlich machten, was sie von ihnen halten, und dass ihren Plänen, am 1. Mai in Dortmund aufzumarschieren mit allen dazu erforderlichen Mitteln ein Strich durch die Rechnung gemacht werden wird.
    Anders als beim letzten Mal, wo eine kleine Gruppe Neonazis versuchte die Polizeikette zu durchbrechen, um die Demo anzugreifen (und dabei eingefahren wurden), unterließen diese einen derart dümmlichen Versuch in diesem Jahr, und beschränkten sich aufs Fotografieren aus einigen Fenstern.
    Aufgrund des tlw. martialischen Auftretens der Polizei verlief die Demo nun tlw. in geschlossenen Ketten, um Angriffe der Polizei zu verhindern.
    Die Abschlusskundgebung fand an der U-Bahnstation Kamp-Straße statt, wo eine Schweigeminute für Schmuddel gehalten wurde.
    Außerdem gab es einen Redebeitrag einer Freundin von Schmuddel.
    Auf dem Rückweg zum Bahnhof kam es zu einigen willkürlichen Festnahmen.
    Diese Demo war mit tausend Leuten und entschlossener Stimmung ein guter Auftakt für die Verhinderung des Naziaufmarsches am 1. Mai in Dortmund, vor allem war sie aber ein würdevolles Symbol dafür, dass der Mord an Schmuddel nicht vergessen wird, und dass neonazistische Ideologie, und Gewalt, welche untrennbar miteinander verwoben sind, auf einen breiten Widerstand stoßen.
    Durch den Bezug auf rechte Ideologien in der Mitte, am Beispiel der Forderungen von Beck (SPD) an einen Arbeitslosen, ‘er solle sich erstmal waschen und rasieren’ , konnte jedoch auch weitere Kritik vermittelt werden.
    Kein Vergessen, kein Vergeben,
    und Konsequenzen daraus ziehen,
    im Alltag, sowie am
    28.04. in Paderborn,
    und natürlich am 1. Mai in Dortmund-
    Naziaufmärsche verhindern !

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