Mit einem Aufruf wendet sich die Bürgerinitiative „No Nazis. Bocholt stellt sich quer!“ an die Bocholter Bürger an der Demonstration und Kundgebung gegen den geplanten Nazi-Aufmarsch am 8. September in Bocholt teilzunehmen. Der Aufruf, der von möglichst vielen Einzelpersonen und Organisationen, wie den Kirchen, den Gewerkschaften, den Parteien, den Schulen, den Sportvereinen und den sozialen Einrichtungen, unterstützt werden soll, kann ab sofort im Internet heruntergeladen werden unter www.bocholt-stellt-sich-quer.de.
Im Aufruf zur Demonstration und Kundgebung gegen den Nazi-Aufmarsch in Bocholt am Samstag, den 8. September, in der gesamten Innenstadt heißt es: “Die NPD, JN, „Freie Kameradschaften“ und andere Nazis aus dem In- und Ausland wollen am 8. September 2007 in Bocholt unter dem Motto „Meinungsfreiheit auch für nationale Deutsche – gegen Inländerfeindlichkeit!“ ihre Hetze und Nazipropaganda auf die Straße bringen. Wir wollen in unserer Stadt und anderswo ohne Faschismus, Rassismus und Antisemitismus leben. Wir wissen, welch unendliches Leid die nationalsozialistische Gewaltherrschaft gebracht hat. Sollten Neo-Nazis bei uns wieder ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten, darf das nicht unwidersprochen bleiben. Wir appellieren an die Verantwortlichen in Polizei und Verwaltung, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um diesen Aufmarsch zu verhindern. Deshalb erklären wir: Die NPD und ihre Anhänger sind in Bocholt unerwünscht! Wir rufen alle auf, am 8. September gemeinsam mit uns aktiv zu werden: Geht am 8. September mit uns auf die Strasse! Lasst uns den Nazis dort entgegentreten, wo sie demonstrieren wollen – friedlich, aber lautstark!”
Die fast 40 Teilnehmer, darunter auch Vertreter aus dem kirchlichen und politischen Bereich, haben ebenso einstimmig einen zusätzlichen Aufruf mit dem Titel „Wir Bocholter sagen NEIN zu NAZIS in unserer Stadt!“ beschlossen, der am kommenden Samstag (7. Juli) in der Zeit von 10.30 Uhr – 13.00 Uhr am Aktionsstand auf der Aa-Brücke in der Fußgängerzone in der Bocholter Innenstadt zur Verteilung kommen soll, aber dort auch unterschrieben werden kann. Unterschriften werden am Samstag außerdem für ein „NPD-Verbot jetzt“ gesammelt.
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