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Jüdisches Denkmal und jüdischer Friedhof in Rheine geschändet

veröffentlich am Montag, 10. März 2008

Gedenkstein am Ort der ehemaligen Synagoge in RheineIn der Nacht von Samstag (08.03.2008) auf Sonntag (09.03.2008) wurde das jüdische Denkmal an der Salzbergenerstraße Ecke Neuenkirchenerstrraße und der jüdische Friedhof an der Mühlenstraße von Neofaschisten mit Hakenkreuzen und rechten Parolen beschmiert.

Der Gedenkstein für die ehemalige jüdische Synagoge an der Salzbergenerstraße wurde in der Nacht vom 08. auf 09. März 2008 mit einem Hakenkreuz besprüht, der Gedenkkranz, der in Gedenken an die Opfer des Holocaust von der Stadt Rheine davor niedergelegt wurde, wurde ebenfalls beschädigt.
Auch die Gedenktafel am jüdischen Friedhof an der Mühlenstaße wurden mit SS – Runen und einem Hakenkreuz verunstaltet, auf die Umrandungsmauer „Glaubt nicht ihren Lügen“ gesprüht, dies ist als aktive Holocaustleugnung und absolute Verneinung der Shoa zu verstehen.Die Auswahl der Ziele lässt auf eine geplante Aktion schließen, da der jüdische Friedhof an der Mühlenstraße nicht sehr bekannt ist.

Des Weiteren wurden mehrer Nazischmiererein im Innenstadtbereich (Emstribühne; Ketteler Ufer), an der Salzbergenerstraße und Riegelstraße gesprüht. Einige Stolpersteine, die an während der NS-Zeit deportierte und ermordete jüdische Mitbürger aus Rheine erinnern, wurden übersprüht. In der selben Nacht versammelten sich rechtsradikale Jugendliche aus Rheine mit Baseballschlägern bewaffnet an der Emstribüne, bedrohten Passanten und brüllten faschistische Parolen. Ob diese allerdings im Zusammenhang mit den Schmierereien zu sehen sind, lässt sich nur vermuten.

Dieser Vorfall ist nur der Höhepunkt einer Kette von Neonazi Schmiererein, denn auch schon vor ca. drei Wochen wurden an einem Fabrikgebäude an der Hovestraße und an Bushaltestellen Hakenkreuze gesprüht.

Das Hakenkreuz am jüdischen Denkmal an der Salzbergenerstraße wurde bereits von aufmerksamen Mitbürgern abgedeckt.

aktive Holocaustleugnung in Rheine - “Glaubt ihren Lügen nicht!”Holocaust-Leugnung mittels Parolen – “Glaubt ihren Lügen nicht!”

frei-sozial-nationalNeonazistische Parolen in der Innenstadt von Rheine

Autonome Antifa Rheine

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Ergänzungen

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  1. Das schreibt die Münstersche Zeitung in Rheine dazu:

    http://www.muensterschezeitung.de/lokales/rhlo/art994,206449

    Polizei ermittelt nach Hakenkreuz-Schmierereien

    RHEINE Nach zahlreichen Hakenkreuz-Schmierereien an jüdischen Gedenkstätten im Stadtgebiet ermittelt jetzt der Staatsschutz. Dies bestätigte ein Sprecher der Kreispolizeibehörde.

    In der Nacht zum Sonntag waren auf viele Gedenksteinen Hakenkreuze und SS-Zeichen gesprayt worden. So am Stein an der Ecke Salzbergener Straße/Neuenkirchener Straße, der an die ehemalige Synagoge erinnert.

    Auch der jüdische Friedhof hinter dem Mühlentor wurde aufgesucht. Hier beschmierten die Täter nicht nur den Stein, sondern besprayten auch die davor liegende Mauer mit dem Satz „Glaubt nicht ihre Lügen“.
    Die Polizei war bereits am Sonntag im Einsatz und verhüllte den Stein an der Salzbergener Straße. Auch an der Emstribüne und am Heilig-Geistplatz wurden Hakenkreuze entdeckt.

    Wie Zeugen berichteten, versammelten sich in der Nacht zum Samstag Jugendliche aus der rechten Szene mit Baseball-Schlägern auf der Emstribühne, riefen Naziparolen und belästigten Passanten.
    In der Nacht zum heutigen Dienstag war dann die „Gegenseite“ unterwegs: Sie spühten „No Nazis“-Parolen mit einer Schablone an Wände in der Innenstadt.

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