Zum sechzigsten Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus am 8. Mai 2005 veröffentlichte der Politikwissenschaftler Michael Klundt einen lesenswerten Sammelband im Kölner Papyrossa-Verlag. “Ein Untergang als Befreiung. Der 8. Mai 1945 und die Folgen” hebt sich von anderen Büchern zum Thema vor allem durch die Mischung aus Zeitzeugenberichten und -Interviews und wissenschaftlichen Essays ab. Während die fünf Essays einen Überblick über die geschichtspolitischen Auseinandersetzungen über den 8. Mai (Befreiung vs. Kapitulation/Untergang) liefern, schildern die ZeitzeugInnen ihre Erinnerungen an die Befreiung. Peter Gingold erlebte das Kriegsende in Norditalien mit den Kampfgefährten der Brigade Garibaldi, Esther Bejarano wird durch amerikanische Soldaten nach ihrer Flucht vom Todesmarsch des KZ Ravensbrück befreit und Stefan Doernberg, ein deutscher Emigrant, der freiwillig in der Roten Armee kämpfte protokolliert am 2. Mai die Kapitulation des Wehrmachtsgenerals Weidling (Chef der deutschen Truppen in Berlin) auf seiner Schreibmaschine. In weiteren Artikeln äußern sich Hanna Podymachina, Hermann Kant, Gerhard Leo und Werner Knapp zu ihren Erinnerungen an die Befreiung.
Michael Klundt (Hg.)
Ein Untergang als Befreiung
Der 8. Mai 1945 und die Folgen
EAN: 9783894383213
Papyrossa-Verlag
Köln 2005
Preis: 16,80 €
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