Europa wächst zusammen, lautet die gängige Devise. Mit der Öffnung der Binnengrenzen ist jedoch auch die Sicherung des Territoriums vor unerwünschter Einwanderung nicht mehr nur eine nationalstaatliche Angelegenheit, die Verwaltung und Abwehr von Migration wird von den europäischen Staaten zunehmend gemeinsam wahrgenommen, So wurde seit den neunziger Jahren eine Vielzahl asyl- und einwanderungsrechtlicher Maßnahmen beschlossen, um eine Harmonisierung der rechtlichen Materie zwischen den Mitgliedsstaaten herbeizuführen. Daneben ist es das erklärte Ziel der euopäischen Politik, im Rahmen des gemeinsamen “Raumes der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts”, ein integriertes Grenzschutzsystem zu schaffen.
Dies umfasst zum einen eine zunehmend militarisierte Einreisekontrolle und den Aufbau technischer Überwachungssysteme an der territorialen Grenze. Zum anderen arbeite die europäische Politik verstärkt mit den Herkunfts- und Transitstaaten der Migrant_innen zusammen, um Wanderungsbewegungen bereits im Keim zu ersticken und die Rückführung der Menschen ohne Aufenthaltsstatus zu erleichtern. Eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung dieser umfassenden Grenzschutzpolitik spielt die europäische Grenzschutzagentur “Frontex” – eine Behörde mit Sitz in Warschau, welche fernab von demokratischer und rechtsstaatlicher Kontrolle die “Sicherheit Europas” voran treibt. Die beiden Referenten wollen in der Veranstaltung einen Überblick geben und die unterschiedlichen Aspekte der europäischen Grenzschutzpolitik beleuchten.
Montag, 23.04.2008 // 20.00 Uhr
DonQuijote // Scharnhorststraße 57
Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Bildungsinitiaitive Münsterland, in Kooperation mit: Die Initiative Münster und Antifaschistische Linke Münster
Inhaltlich verwandte Beiträge:
- Stadt Nordwalde verspricht Opfern des Brandanschlags eine Wohnung In der Nacht vom 12. auf den 13. November 2007 kam es in Nordwalde zu einem versuchten Mordanschlag auf die Flüchtlingsfamilie Shala. Nur durch Zufall kamen bei dem rassistisch motivierten Brandanschlag auf den Wohncontainer, in dem die Familie derzeit am Rande von Nordwalde lebt, keine Familienangehörigen körperlich zu Schaden. Doch die Familie lebte und lebt seit [...]...
- Solidarität mit der Familie Shala ! Solidaritätserklärung: Rassistischer Brandanschlag in Nordwalde – Ende der Containerunterbringung jetzt ! In der Nacht von Montag, dem 12. zu Dienstag, dem 13. November kam es in Nordwalde, mitten im Münsterland, zu einem versuchten Mordanschlag auf die Familie Shala. Die Familie stammt aus dem Kosovo und lebt schon seit 18 Jahren in Deutschland. Sie wohnt in einer von [...]...
- Expertise: Rechtspopulismus in Gestalt einer Bürgerbewegung Die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen/NRW hat nun die Langfassung der Expertise “Rechtspopulismus in Gestalt einer Bürgerbewegung” veröffentlicht. Die Untersuchung, die von der Arbeitsstelle Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf erstellt worden ist, behandelt die extrem rechten Gruppen Pro NRW, Pro Köln und Pro Deutschland. Auch in Münster wollte die Rechten einen Ableger gründen, was bislang noch [...]...
- Brandanschlag in Nordwalde In der Nacht vom 12. auf den 13. November 2007 verübten wahrscheinlich zwei Männer (19 und 22 Jahre alt) einen Brandanschlag auf einen Wohncontainer für Flüchtlinge in Nordwalde (Kreis Steinfurt). Die Bewohner_innen konnten die beiden Brandsätze schnell löschen und somit nur durch Glück schlimmeres verhindern. Die lokale Presse zitiert die Bewohner_innen mit den Worten “Wir [...]...
- Tag ohne Abschiebung in Münster Rede vor dem Seiteneingang Gestern, am 29.08.08 fand im Rahmen des dezentralen „Tags ohne Abschiebung“, zu dem in vielen Städten in Deutschland und Österreich Aktionen geplant wurden, ein „Frühstück statt Abschiebung“ vor der Ausländerbehörde im Stadthaus II statt. Dieses wurde von einem antirassistischen und antifaschistischen Bündnis organisiert, um auf die Folgen der Abschiebepolitik aufmerksam zu machen. Ab [...]...

