Skip to content


LOTTA #32: In welchem Zustand ist die NPD?

veröffentlich am Donnerstag, 04. September 2008

32“Aufbruch oder Abbruch?” titelt die aktuelle Ausgabe der Antifa-NRW-Zeitschrift LOTTA. Auf dem Cover: ein frustriert dreinblickender Claus Cremer in Tarnhose und Jacket. Der große Aufbruch ist der NPD in NRW noch immer nicht gelungen, ein Stammland der Neonazi-Partei war das bevölkerungsreichste Bundesland noch nie. Die letzte Landtagswahl 2005 endete, trotz dem vorangegangenen Wahlerfolg in Sachsen, mit mageren 0,9%. Da liegt die Versuchung nahe, die Partei abzuschreiben. Erst recht, seit sie durch Finanzäffären und interne Streitigkeiten geschwächt ist. Die AutorInnen der LOTTA wenden sich entschieden gegen die verfrühten und naiven Hoffnungen, das Problem NPD löse sich schon von alleine. Streit und Chaos beherrschten die Partei schon seit ihrer Gründung. Trotz der Auseinandersetzungen um den ehemaligen Schatzmeister Erwin Kemna oder den “Black Block” der so genannten Autonomen Nationalisten ist die NPD im Aufwind. Die Schwerpunkt-Artikel werfen eine Blick auf den aktuellen Zustand der NPD – bundesweit und in NRW, berichten über den Landes- wie den Bundesparteitag und stellen zwei NPD-Kreisverbände exemplarisch vor.

Außerdem informiert LOTTA in Rubriken wie “Gesellschaft”, “Extreme Rechte”, “Braunzone” oder “International” über aktuelle Entwicklungen in der Szene. So beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe mit dem “Arbeitskreis der Russlanddeutschen in der NPD”, dem “Institut für Staatspolitik” oder dem Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus der Landesregierung. Mit einer lesenswerten Replik von Christian Grünert und einem Artikel zur Situation in den Niederlanden wird die Diskussion um die “Autonomen Nationalisten” fortgeführt.

Die LOTTA ist in Münster im Versetzt, Grevener Straße 53, und im DonQuijote, Scharnhorststraße 57 sowie bei den lokalen Antifagruppen erhältlich. Unter ISSN: 1865-9632 könnt ihr die Zeitschrift im Buchhandel bestellen.

Website: projekte.free.de/lotta

Inhaltlich verwandte Beiträge:

  1. Schwerpunkt Kommunalwahl – Neue LOTTA erschienen Die aktuelle Frühjahrs-Ausgabe der antifaschistischen Zeitschrift LOTTA beschäftigt sich in ihrem Schwerpunkt diesmal mit den extrem rechten Kandidaturen zur Kommunalwahl. Sowohl NPD, DVU, Republikaner und Pro-Gruppen als auch die Freien Wählergemeinschaften werden untersucht. Die gerichtlich erzwungene Verschiebung des Wahltermins, vor wenigen Wochen unterlag die Landesregierung vor dem Verfassungsgerichtshof Münster, hat allerdings zur Folge, dass den [...]...
  2. Lotta #31: Autonome Nationalisten Die neuste Ausgabe der antifaschistischen NRW-Zeitschrift LOTTA beschäftigt sich mit einem der wohl meist diskutierten Erscheinungen des bundesdeutschen Neonazismus: den so genannten Autonomen Nationalisten (AN). Die „Rechts-Autonomen“ sind vor allem seit der 1.Mai-Demo in Hamburg vielen ein Begriff. Ihren Schwerpunkt haben sie aber in NRW, vor allem im Ruhrgebiet und im Rheinland. Auf 12 Schwerpunkt-Seiten [...]...
  3. LOTTA #33 erschienen: Kritik der Extremismustheorie Anfang Dezember erschien die 33. Ausgabe der LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW. Schwerpunktthema diesmal: “Recht extrem. Das Extremismus-Konstrukt”. Kenntnis- und quellenreich formuliert die Redaktion eine Kritik an der politikwissenschaftlichen Extremismustheorie, der inhaltliche Unzulänglichkeiten und politisch fragwürdige Zielsetzung nachgewiesen werden. Ausführlich widmet sich die Ausgabe den beiden prominentesten Vertretern, Eckhard Jesse und Uwe Backes, dem [...]...
  4. Neue Ausgabe der Antifa-Zeitschrift LOTTA erschienen Lange Zeit wurden extrem rechte Frauen – auch von antifaschistischen Gruppen – nicht als eigenständige Akteurinnen wahrgenommen. Neofaschismus galt als ein Männerproblem. Ein verengter Blick auf das Gewaltphänomen im Neofaschismus bestärkte diese Sichtweise. Es waren vor allem feministische Antifa-Gruppen, deren Veröffentlichungen daran etwas änderten. Die aktuelle, 28te Ausgabe der NRW-Antifa-Zeitschrift LOTTA beschäftigt sich ausführlich [...]...
  5. LOTTA #30: Rechtspopulismus Der Schwerpunk der Frühjahrs-Ausgabe der antifaschistischen Zeitschrift LOTTA widmet sich dem “Rechtspopulismus” in Gestalt der vermeintlichen Bürgerbewegung Pro NRW, die vor allem im Rheinland und westlichen Ruhrgebiet lokale Ableger gegründet hat. Immer wieder verkündet Pro NRW auch einen Kreisverband in Münster gründen zu wollen. In Warendorf existiert bereits die Gruppe Pro Warendorf um Timo H. [...]...

Wenn du Ergänzungen zu diesem Beitrag hast, dann nutze unser Kontaktformular oder schicke uns eine eMail an contact@antifa-netzwerk.de.

Tagged with , , , , .