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LOTTA #33 erschienen: Kritik der Extremismustheorie

veröffentlich am Dienstag, 09. Dezember 2008

lottaAnfang Dezember erschien die 33. Ausgabe der LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW. Schwerpunktthema diesmal: “Recht extrem. Das Extremismus-Konstrukt”. Kenntnis- und quellenreich formuliert die Redaktion eine Kritik an der politikwissenschaftlichen Extremismustheorie, der inhaltliche Unzulänglichkeiten und politisch fragwürdige Zielsetzung nachgewiesen werden. Ausführlich widmet sich die Ausgabe den beiden prominentesten Vertretern, Eckhard Jesse und Uwe Backes, dem “Anti-Antifa-Professor” Hans-Helmuth Knütter sowie Harald Bergsdorf, dessen Buch “Die neue NPD” sicher zu den schlechtesten Veröffentlichungen aller Zeiten über die Partei zählt. Eben jener Bergsdorf ist aber von der schwarz-gelben Landesregierung zum Leiter der “Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus” ernannt worden.

Allen extremismustheoretischen Ansätzen ist gemein, dass sie versuchen, gesellschaftskritische und antifaschistische Positionen und Projekte in die “Extremismus-Ecke” zu stellen. Ein weiterer Artikel beschäftigt sich außerdem mit Götz Alys Buch zu `68.

Neben dem Schwerpunkt gibt es wie immer Artikel in den Rubriken “Extreme Rechte”, “Geschichte”, “Braunzone” und “Justiz” sowie einen umfangreichen dokumentarischen Teil über Naziaufmärsche, Rechtsrock-Szene und Parteienlandschaft. Außerdem bietet diese Ausgabe einen Mini-Schwerpunkt “Nachlese zum Antiislam-Kongress” in Köln, der eine Analyse und Interviews mit Lale Agün (SPD-MdB) und der Antifaschistischen Koordination Köln und Umland (AKKU) enthält.

Fazit: Wie immer lesenswert, also unbedingt besorgen. Und: Die Redaktion sucht immer noch neue WeiterverkäuferInnen, also schnell ein Abo schalten.

Lotta kostet 3 Euro, im Abo 13 Euro (4 Ausgaben inkl. Porto)

projekt.free.de/lotta

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