Skip to content


Fazit zur Demonstration am 29.5.09 gegen das öffentliche Gelöbnis der Bundeswehr

veröffentlich am Dienstag, 28. Juli 2009

Proteste gegen das öffentliche Gelöbnis 2009 in Rheine

Proteste gegen das öffentliche Gelöbnis 2009 in Rheine

Am 29.5.09 demonstrierten ca. 200 Aktivist_innen gegen das zum 50 jährigem Jubiläum der Heeresflieger stattfindende, öffentliche Gelöbnis der Bundeswehr. Aufgerufen hatten unter dem Motto „ Gelöbnix – gegen Militärspektakel und Auslandseinsätze“ Gruppen der anarchistischen Graswurzelrevolution und diverse Friedensgruppen. Auftakt der Demo war um 17 Uhr am Bahnhof. Die Demonstrant_innen, die mit zahlreichen Transparenten und Plakaten mit witzigen und kreativen Sprüchen anwesend waren, wurden schon früh von der Polizei begleitet. Die Route führte über den Kardinal-Galen-Ring, am Falkenhof vorbei, zum Marktplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Von der Fußgängerzone aus konnte mensch das Gelöbnis sehen. Parolen wie „Schande, Schande, Mörderbande“ oder „Feuer und Flamme der Bundeswehr“ wurden lauthals skandiert. Als die Demoteilnehmer_innen auf dem Markplatz ankamen, wurde der Platz direkt vor der Absperrung besetzt und laut Lärm gemacht. Dabei mussten sich die Bundeswehrangehörigen die Parolen der Demonstrant_innen anhören und konnte so nicht ungestört feiern. Trotz des Polizeiaufgebots konnten Aktivist_innen teilweise die Absperrung überwinden und in die Menge gelangen, wo sie ebenfalls Parolen skandierten, bis sie teilweise unsanft wieder entfernt wurden. Nach einer Stunde löste sich die Demo auf und eine kleine Gruppe von Demonstrant_innen fanden sich vor der Stadthalle, wo der Jubiläumsfestakt der Bundeswehr stattfand, wieder. Dort wurden wiederum lauthals Parolen gerufen und protestiert.

Fazit: Trotz der überschaubaren Menge an Aktivist_innen war die Demonstration ein Erfolg. Besonders in einer Stadt wie Rheine, die seit über 50 Jahren Garnisonsstadt ist und militärische Traditionen in der Bevölkerung auf hohe Akzeptanz stoßen. Im Vorfeld der Proteste sah sich die Bundeswehr sogar gezwungen, einen geplanten Gottesdienst vorzuziehen und zu verlegen, da sie um den störungsfreien Ablauf des Gottesdienstes fürchtete. Ferner ist noch als Erfolg zu betrachten, dass aus einer geplanten öffentlichen Feier, aufgrund des hohen Polizeiaufgebots, doch keine für alle Menschen zugängliche Veranstaltung wurde. Durch die Aussperrung der beiden stellvertretenden Bürgermeisterinnen wurde es sehr deutlich, wie sich die Veranstalter_innen eingeengt haben und somit von einer öffentlichen Feier nicht mehr die Rede sein konnte.

Inhaltlich verwandte Beiträge:

  1. Bundeswehr Gelöbnis am 29.5. in Rheine! Am 29. Mai 2009 findet in Rheine ein öffentliches Gelöbnis der Bundeswehrauf dem Borneplatz statt. Anlässlich des 50 Jährigen Garnisonsjubiläums sollen hierbei die neuen RekrutInnen vereidigt werden. „mögliches Einsatzgebiet der Bundeswehr ist die ganze Welt“ (Zitat: Peter Struck, damals Bundesverteidigungsminister, 2004) Seit dem ersten Angriffskrieg mit deutscher Beteiligung in der Nachkriegsgeschichte(Jugoslawien,1999), befindet sich die Bundeswehr im Wandel [...]...
  2. Antifaschistische Demonstration in Ahlen Unter dem Motto “Faschismus ist nicht trendy!” demonstrierten am Mittwoch den 23.07. rund 80 Antifaschist_innen in Ahlen. Die von den Nazis großspurig angekündigten Gegendemonstration und Störaktionen blieben aus. Ziel der Demonstration war es, den zunehmend dreister auftretenden, lokalen Nazis zu zeigen, dass Ahlen nicht “ihre Stadt” ist, wie sie es sich selbst so gern herbeihalluzinieren. Dafür, [...]...
  3. “Keine Homezone für Nazis” – Große Antifa-Demo in Dortmund Jedes Jahr gedenken viele Hundert AntifaschistInnen der Ermordung von Thomas “Schmuddel” Schulz, der am 28. März 2005 von einem Neonazi erstochen wurde. Am Samstag demonstrierten zwischenzeitlich deutlich über 800 Menschen unter dem Motto “Keine Homezone für Nazis” in Dortmund. Die Antifaschistische Union Dortmund und viele andere antifaschistische Gruppen aus NRW hatten zur Teilnahme aufgerufen. Gegen [...]...
  4. Rheine: Urteil gegen NPD-Funktionsträger von links: Dennis Dormuth, Matthias Pohl, Markus Pohl Je 200€ Bußgeld müssen die Zwillinge Pohl für ihre Störaktion am 1. Mai 2008 bei der traditionellen DGB-Veranstaltung bezahlen. Lediglich das Verfahren gegen Dennis Dormuth wurde am 19.11. eingestellt. In Anwesenheit mehrerer durch NPD-Aktivitäten bekannt gewordener Neonazis wie Gerrit Gerdes und Iris Niemeyer kündigte Markus Pohls Anwalt Jochen [...]...
  5. Münster: SOS – Keine Abschiebungen von Roma in den Kosovo! Plakat zur Demo Überregionale Demo Gegen Abschiebung Samstag 21. November 2009 13 Uhr Hbf. / Berliner Platz in Münster (Westf.) „Wir leben schon 20 Jahre zusammen, wir gehen zusammen in die Schule, wir arbeiten zusammen, wir spielen zusammen, wir tanzen zusammen, wir singen zusammen, wir sind sehr gute Freunde, wir lieben uns, wir bauen gemeinsam eine Zukunft auf. Das [...]...

Wenn du Ergänzungen zu diesem Beitrag hast, dann nutze unser Kontaktformular oder schicke uns eine eMail an contact@antifa-netzwerk.de.

Tagged with , , , .