Er hatte es immer am rechten Fleck, der bekennende Neonazi Jürgen Rieger, der sein Traumalter von 88 Jahren wohl verfehlt hat. Bereits mit 63 Jahren versagte ihm am 29. Oktober sein Gehirn, nachdem es sich jahrelang mit braunem Gedankengut beschäftigen musste, den Dienst.
Der bekennende Hitlerverehrer war zu Lebzeiten ein wichtiger Bestandteil der extrem rechten Szene in Deutschland. Als jahrelanger Anmelder der Rudolf Hess Gedenkmärsche versuchte er das Andenken an nationalsozialistische Größen und den Nationalsozialismus selbst zu verklären und die europäische Neonaziszene zusammen zu bringen.
Er war jedoch nicht nur Anmelder von Naziaufmärschen, sondern auch einer der wichtigsten Geldgeber der NPD. Seine Darlehen, die er der NPD gewährte, gehen mittlerweile in 6stellige Höhe. Dass mit seinem Geld ein privates Küchenstudio mitfinanziert wurde, steht auf einem anderen Blatt.
Das Geld saß bei ihm, wenn es um neonazistische Projekte ging, allgemein recht locker. Immer wieder kaufte er leerstehende Immobilien, die er als Schulungszentren zur Verbeitung rechtsextremistischen Gedankenguts nutzen wollte.
Nun ist er tot, der Anwalt, Wortführer, Geldgeber, Neonazi. Sein Grab könnte von einem antifaschistischen Denkmal geziert werden, auch ein antifaschistisches Bildungszentrum wäre dort sicherlich eine sinnvolle Investition.
Bleibt zu hoffen, dass auch die restlichen Kameraden ihm recht schnell nach Wallhalla folgen.
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